Das Gesicht der Johannus, Folge 2: Wenn Gerald die Einzelteile bei Johannus abgeliefert hat, ist Dirk-Jan der Erste, der mit der Orgel beginnt

Veröffentlicht am 09 August 2021

Das Gesicht der Johannus, Folge 2: Wenn Gerald die Einzelteile bei Johannus abgeliefert hat, ist Dirk-Jan der Erste, der mit der Orgel beginnt

Die Klänge der Johannus-Orgeln sind in der ganzen Welt zu hören. Von Amerika bis Australien und von Schweden bis Südafrika. Alle diese tausenden Orgeln wurden mitten in den Niederlanden konzipiert, entwickelt und gebaut. Anhand einer Serie Interviews bieten wir Ihnen die Möglichkeit, die Menschen hinter diesen fantastischen Orgeln näher kennenzulernen. Die Menschen, die gemeinsam mit ihren Kollegen und Kolleginnen Johannus bilden. Gerne stellen wir Ihnen Mitarbeiter der Logistik Gerald van Schoonhoven und Techniker Dirk-Jan Costerus vor.

Sobald Mitarbeiter der Logistik Gerald van Schoonhoven die frisch fabrizierten Orgelmöbel unter größter Sorgfalt in Ede abgeliefert hat, macht sich Techniker und Johannusfan der ersten Stunde Dirk-Jan Costerus voller Elan mit dem Mechanismus der Orgel an die Arbeit. „Ich mag es, Dinge zu entwickeln, zu schaffen und zu produzieren. Dass ich das jetzt mit meiner Liebe für digitale Orgeln kombinieren kann, ist fantastisch.“ 

Mit seinem funkelnagelneuen Scania ist Gerald im ganzen Land unterwegs. Aber zuerst noch etwas über den Lkw. Darauf steht seit einiger Zeit der Name des Mutterunternehmens von Johannus: Global Organ Group (GOG). Darauf wird Gerald manchmal angesprochen, zum Beispiel an der Tankstelle. „Oh“, fragen Menschen dann, „transportieren Sie Organe?“ „Das amüsiert mich. Auf dem Lkw sind auch Orgelpfeifen abgebildet, aber ich denke, dass viele Menschen heutzutage keine Ahnung mehr haben, wie diese überhaupt aussehen. Und das kann man auch aus den Fragen schließen, haha.“

Also, keine Organe in seinem Auto, sondern Orgelmöbel. Er fährt festgelegte Routen durch die ganze Benelux-Union. „Dabei besuche ich oft Möbelbauer, die noch in echter Handarbeit mit Hammer und Meißel arbeiten. Sie bauen maßgefertigte Orgeln, zur Gänze nach den Wünschen der Auftraggeber.“ 

Orgeltransport ist Präzisionsarbeit

Hinten im Wagen liegt ein Stapel mit 50 Decken. Der Transport von Orgeln erfordert größte Bedachtsamkeit. „Diese Decken liegen links hinten, mit größter Präzision zusammengefaltet. Ich möchte bei den Kunden einen repräsentativen Eindruck machen. Und außerdem mache ich meine Arbeit mit Hingabe. Diese Decken verwende ich zum Abdecken der Orgelmöbel. Es ist nämlich so, dass sie alle lose im Laderaum stehen, sie werden nicht auf einer Palette transportiert. Ich sorge dafür, dass sie alle so stehen, dass sich nichts verschieben kann. Und dann ist natürlich auch eine sehr bedachte Fahrweise von größter Wichtigkeit. Die kleinsten Bodenschwellen nehme ich mit größter Vorsicht. Ich möchte nicht, dass die Orgelmöbel durch mein Verschulden beschädigt ankommen.“

Angekommen in Ede kontrolliert er alle Güter. Sind die Möbel in perfektem Zustand, ist alles enthalten, stimmen die Farben usw. „Es kommt hin und wieder vor, dass die Möbel Kratzer oder Dellen haben. Kleine Unebenheiten können wir selbst nachbessern, aber bei größeren Beschädigungen beanstanden wir die Möbel. Natürlich müssen sie hundertprozentig gut sein.“

Mehr als Fahrten ablegen

Gerald tut mehr für Global Organ Group als nur Fahrten ablegen, erklärt er. „Einmal war ich auf Urlaub in Polen und schaute ich mit meiner Frau bei einem Möbelbauer vor Ort vorbei. Es ging um einen neuen Zulieferer von Johannus und ich wollte gerne anwesend sein, um beim Laden behilflich zu sein. Um sicherzustellen, dass die Orgeln unbeschädigt in Ede ankommen. Meine Frau ist übrigens öfter beteiligt an meinen Arbeiten für Johannus. Manchmal holt oder bringt sie kleine Einzelteile, einfach mit dem Pkw.“

Eine andere - offizielle - Aufgabe, die Gerald übernommen hat, ist dafür zu sorgen, dass die Fahrten so wirtschaftlich wie möglich organisiert werden. „Gemeinsam mit der Produktionsassistentin erstelle ich die Fahrtenplanung. Früher hatte ich ein eigenes Transportunternehmen, ich weiß daher sehr genau, wie Gewinne erzielt werden können. Außerdem fahren wir seit Kurzem mit einem neuen Lkw. Der ist wesentlich umweltfreundlicher als das vorige Modell. Und weil er einen viel größeren Laderaum hat, können wir außerdem alle zwei Wochen eine Fahrt einsparen.“

Immer mehr Anpassungen

Sobald Gerald in Ede alle Einzelteile einer gründlichen Prüfung unterzogen hat, ist Dirk-Jan Costerus an der Reihe. „Ich bekomme die leeren Orgelmöbel; meine Aufgabe ist es, alles zu verkabeln. Ich montiere die Lautsprecher, die Manuale, den Registerkasten, die Setzerleisten, die Register, die Schwelltritte, die Beleuchtung und die Schalter und schließe die Elektronik an. Zur endgültigen Feineinstellung geht die Orgel zum nächsten Zwischenstopp.“

Im Durchschnitt braucht Dirk-Jan für eine Hausorgel einen Arbeitstag. Größere Orgeln können jedoch bis zu fünf Tagen in Anspruch nehmen. „Allein schon für all die E-Paper-Displays auf der LiVE III braucht man einige Stunden. Dazu kommt noch, dass Kunden auf den größeren Orgeln oft bestimmte Anpassungen haben möchten. Ein zusätzliches Register, eine andere Stimme, ein zusätzliches Klangpaket usw. Der Zeitaufwand dafür ist hoch, aber es macht Spaß, diese angepassten Orgeln zu erstellen.“

Wenn ich einmal groß bin

Dass Dirk-Jan bei Johannus arbeitet, mittlerweile Teil der Global Organ Group, ist ein Kindheitstraum, der in Erfüllung ging. „In der Grundschule hatten wir ein Buch zum Einkleben. Ich war damals ca. 10 Jahre alt, als ich auf eine der Seiten schrieb: Wenn ich einmal groß bin, möchte ich bei Johannus arbeiten. Ich fühlte mich immer schon von diesem Unternehmen angezogen. Und natürlich stand auch bei uns zu Hause eine Johannus. Diese Orgel hatten wir von meinen Großeltern bekommen. Später kauften wir selbst eine Johannus und die ist wieder mit einer meiner Schwestern mitgegangen, als sie ausgezogen ist. Vor einiger Zeit habe ich selbst eine Johannus gekauft, eine LiVE. Diese Orgel habe ich hier ganz alleine gebaut, das hat mir großen Spaß gemacht.“

Von Kind auf besuchte Dirk-Jan die Tage der offenen Tür bei Johannus. Das hat den Wunsch hier zu arbeiten weiter verstärkt. Vor einigen Jahren, nach dem Abschluss seiner Ausbildung zum Elektrotechniker, hat er sich 2019 bei Johannus beworben. „Und das Besondere daran war, dass ich genau an meinem 22. Geburtstag angenommen wurde. Ja, ich denke, das war das beste Geschenk, das ich je bekommen habe. Ich mag es, Dinge zu entwickeln, zu schaffen und zu produzieren. Dass ich das jetzt mit meiner Liebe für die Orgel kombinieren kann, ist fantastisch.“

 
Zuvor veröffentlicht:
Das Gesicht der Johannus, Folge 1: Dirk hat die Entwicklung von Johannus zum internationalen Marktführer miterlebt

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