Sheet music

Ein musikalischer Beitrag - Dezember 2016

Introduction et Variations sur un Anciën Noël Polonais (A. Guilmant) (1837-1911)

Liebe Orgelliebhaber,

diesen Monat erhalten Sie zum 100. Mal unseren musikalischen Beitrag. Im September 2008 informierten wir Sie zum ersten Mal über eine besondere Orgelkomposition. Johannus-Orgelbau baut nicht nur prachtvolle Instrumente, wir sind ihnen auch dankbar für diese Möglichkeit, jeden Monat alte Orgelmusik neu zu entdecken. Und dass diese musikalischen Beiträge von Organisten in aller Welt geschätzt werden, geht aus den vielen Reaktionen hervor, die wir jeden Monat erhalten. Es gefällt mir jedes Mal von Neuem, mit Organisten aus der ganzen Welt, aus verschiedenen Kirchengemeinschaften und Konzertsälen zu korrespondieren. Aber vor allem die dankbaren und begeisterten E-Mails von Privatpersonen erfreuen uns besonders. Schreiben Sie uns auch weiterhin! Und machen Sie auch andere Orgelliebhaber auf diese kostenlosen Partituren auf der Website von Johannus aufmerksam.

Besonders feierlich ist es diesmal, da die 100. Ausgabe genau mit Weihnachten 2016 zusammenfällt. Wir haben uns für diese Ausgabe für den französischen Komponisten Alexandre Guilmant entschieden. Für uns kein Unbekannter, da wir bereits 2 Mal etwas von seiner Hand angeboten haben. Im Jahr 2010 sogar ein kurzes Noël. Diesmal bieten wir Ihnen eine ausführlichere Version an. Ursprünglich ein polnisches Weihnachtslied, so können wir lesen, aber international unter dem Titel “Infant holy, Infant lowly” bekannt geworden.

Eine erhabene Einleitung. Wenn nötig, können Sie in den ersten 8 Takten die Melodie verdoppeln. Folglich gehen wir in Takt 13 zum Récit. Hinweis: Um den französischen Charakter zu bewahren, ist es empfehlenswert, eine Zungenpfeife anzuhalten. Wenn möglich eine Oboe.

In Takt 21 beginnt der eigentliche Choral. Obwohl Guilmant das selbst nicht vorschreibt, habe ich es so notieren lassen, dass Sie es auch mit einer hervorgehobenen Stimme spielen können.

Variation 1 hat die Melodie im Tenor. Eine Oboe (oder eine andere Zungenpfeife) ist als hervorgehobene Stimme am schönsten. Wenn die Flöten 8 und 4 der Begleitung leise genug sind, geht es mit einem Geigenprinzipal 8 auch sehr gut.

Variation 2 ist ein fröhliches Allegretto. Dabei sind viele Registrierungsmöglichkeiten denkbar. Auf 1 Manual mit Flöte 8 und 4 oder Flöte 8 und 2. Oder auf 2 Manualen mit verschiedenen Farben. Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf.

Variation 3 hat als Überschrift “un poco più lento” (ein bisschen langsamer) und ist als Ruhemoment vor dem Finale gedacht. Mit leisen 8 Grundstimmen bekommt es einen stillen Charakter. Sie können auch zwei Streicher 8 mit eventuell einer Flöte 8, die ab Takt 61 herauskommt, wählen.

Variation 4 ist ein Finale. Nicht von der Hand von Guilmant, aber gut geeignet, um diese Variationen erhaben abzuschließen.

Wir nehmen diese Gelegenheit zum Anlass, Ihnen allen - auch im Namen der Geschäftsführung und aller Mitarbeiter von Johannus-Orgelbau - ein gesegnetes Weihnachtsfest zu wünschen.

Mit musikalischem Gruß

André van Vliet