Sheet music

Ein musikalischer Beitrag - Januar 2017

Panis Angelicus - C. Franck (1822-1890)

An dieser Stelle möchte ich Ihnen ein sehr schönes, musikalisches, gesundes und gesegnetes neues Jahr wünschen. Und das darf ich - schon zum 9. Mal inzwischen - im Namen des Vorstands und des Personals von Johannus-Orgelbau tun. Ich freue mich sehr auf unsere monatliche Begegnung über den musikalischen Beitrag.

Wir beginnen dieses Jahr mit einer Komposition des Komponisten, Organisten, Pianisten und Pädagogen César Franck (Alias: Serafijn). Insgesamt drei Länder schreiben sich seine Nationalität zu: Belgien (weil er in Lüttich geboren ist), die Niederlande (weil Lüttich damals Teil des Königreichs der Niederlande war) und Frankreich (weil er während seines beruflichen Lebens in Paris wohnte und 1837 als Franzose eingebürgert wurde).

Franck war eine der wichtigsten Persönlichkeiten in der französischen Musik seiner Zeit. Er wurde 1858 als Organist von St. Clothilde in Paris eingestellt und bildete eine ganze Generation an Organisten aus. Neu war, dass er viel Wert auf Improvisation legte.

Seine bekannteste Komposition ist vielleicht „Panis Angelicus“. Dieses Werk ist Bestandteil der sechsteiligen Messe Solennelle, geschrieben 1860. Später für verschiedene Besatzungen bearbeitet und jetzt also für ein Orgelsolo.

Takt 1 bis 12 ist eine Einleitung. Bei Takt 13 beginnt die Melodie. (Den Text habe ich dazu geschrieben). Dieser wird von einer Bewegung in Achteln begleitet. Nach einem Zwischenspiel (33-36) wiederholt sich die Musik, aber dann in Form eines Kanons. Es empfiehlt sich, bei Takt 37 zu registrieren, um die Melodie der Begleitung besser zur Geltung kommen zu lassen. Bei Takt 57 stoppt die Melodie und enden wir mit einem Nachspiel.

Als hervorgehobene Stimme können Sie eine zarte Zungenpfeife wählen. Ein schönes Prinzipal ist natürlich auch jederzeit möglich. Oder... Sie könnten diese auch singen (Vox Humana).

Mit musikalischem Gruß

André van Vliet